Trafo-Turm Am Werth und Stromstraße

1908/09 Hitdorf entstanden in Hitdorf zwei Trafotürme. Beide Türme sind – den Vorstellungen der damaligen Heimatschutzbewegung folgend – ansprechend architektonisch gestaltet worden. Im Trafoturm Am Werth wurde ein ortsgeschichtliiches Museum eingerichtet. Das Museum bietet einen wundervollen Ausgangs- oder Endpunkt für einen Spaziergang durch Hitdorf.


1896 erhielt Hitdorf durch Anschluss an ein Drehstrom-Niederspannungsnetz eine erste Stromversorgung. Mit der Expansion des Rheinische-Westfälischen Elektrizitätswerks (RWE) ins Bergische Land erfolgte auch in Hitdorf die Stromversorgung durch das 1908 erbaute und 1909 eröffnete Kraftwerk Reisholz bei Düsseldorf.

Zur Transformation der Hochspannung auf Verbrauchsspannung entstanden in Hitdorf zwei Trafo-Türme: einer an der Stromstraße und der zweite an der Ecke Am Werth/Wiesenstraße.

In der Zeit der Heimatschutzbewegung versuchte man Bauten dieser Art behutsam in Ort- und Landschaftsbilder einzufügen. Mit seinem hohen und steilen Satteldach, einem Fußwalm am rheinseitigen Giebel und den segmentbogigen Öffnungen in den Putzfassaden kam man in Hitdorf diesen Erwartungen aus der Öffentlichkeit entgegen. 

Baujahr: 1908 / 09

Architekt: vermutlich Bauabteilung RWE / Essen

Heimatverein Hitdorf e.V.
https://heimatvereinhitdorf.wordpress.com/

Ort:

Am Werth 1
51371 Leverkusen (Hitdorf)